Etappe 10 – Châteauneuf-sur-Loire – Chambord – Blois

Etappe 10 führt uns an Orléans vorbei nach Chambord und dann weiter nach Blois. Der Morgen beginnt frisch, aber der Tag verspricht schön zu werden. Die Wolken hat der Westwind über Nacht weggeblasen, allerdings bläst er auch tagsüber und uns damit ins Gesicht. Mit dem Gegenwind ist es heute anstrengend und wir kämpfen gegen den Wind.

Es geht vorbei an Orléans und die eine oder andere Steigung nach oben bis nach Meung. Dort gibt es im Restaurant „Le Tandem Café-Vélo“ gibt es ein leckeres Mittagessen.

In Beaugency muss Sabine aufgeben und nimmt den Zug nach Blois. Die letzten Tage haben viel Kraft gekostet. Unser learning: Tagesetappen mit Max. 80km und alle 4 Tage einen Tag Pause. Ich fahre weiter nach Chambord. Am Abzweig treffe ich einen Schweden der aus Stockholm bis hierher geradelt ist. Sein Urlaub ist eigentlich seit einer Woche vorbei, aber da er nicht so gut voran gekommen ist wie geplant fährt er bis Nachmittags Rad und arbeitet dann vom Campingplatz aus. Ich bin ein bisschen neidisch…

Chambord ist wie immer imposant. Wer noch nicht da war sollte auf jeden Fall einmal dort hinfahren. Da das Schloss nicht durchgehend bewohnt war, sondern nur als Jagdschloss gedient hat, und zudem in der französischen Revolution geplündert wurde, sind nur wenige Räume nachträglich möbliert worden, um das Leben zur Zeit Franz I. zu zeigen. Aber auch ohne Möbel ist das Bauwerk beeindruckend. Allein die ineinander gestellte Wendeltreppe nach einer Idee von Leonardo da Vinci ist sehenswert.

Die Fahrt nach Blois zieht sich, obwohl der Weg erst durch den Wald und dann über Felder und Dörfer sehr abwechslungsreich ist. Fast schon am Ziel angekommen hört der Radweg auf – Umleitung. Diese ist aber leider nicht weiter ausgeschildert und so fahre ich nach Karte und Gefühl – ganz schlechte Idee! Am Anfang ist alles in ok, aber dann komme ich auf dem Weg in ein Gebiet, wo die „Gens de voyage“ Leben. Nach zwei Hundeattacken denen ich auf dem total hubbeligen Weg nur durch beherztes in die Pedale treten entkomme, bin ich sehr froh das Gebiet hinter mir gelassen zu haben. Ich erreiche Blois müde und erschöpft und werde von einer etwas erholten Sabine begrüßt. Am Abend waschen wir noch unsere Radklamotten im Waschsalon und essen eine leckere Pizza. Wir bleiben einen Tag in Blois um uns auszuruhen.

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