Schon um 9:15 Uhr starte ich die Fahrt auf dem Wahoo, heute waren wir o.k. schnell mit unserer Morgenroutine. Da ich nicht gerne Wege zurück fahre, wenn es einen Weg gibt, der in die richtige Richtung führt, fahren wir mal wieder eine „Abkürzung“.

Zu Beginn ist der Weg noch gut und wir kommen an einem kleinen Leuchtturm vorbei.

Dann hört der Asphalt auf und der Weg geht als immer noch gut fahrbare Schotterstraße weiter.

Nach der Schotterstraße kommt Waldweg, jetzt wird es schon etwas holpriger.

Und schließlich wird es sandig, spätestens ab hier beginnt das morgendliche Technik Training…
Im Wald treffen wir auf eine ältere Frau, die Blaubeeren erntet. Einen ganzen Eimer hat sie schon mit ihrem Profi-Erntegerät voll gemacht. Jetzt ist sie auf dem Weg zu ihrem Auto, wahrscheinlich um einen leeren Eimer zu holen. Sie spricht ein wenig deutsch und erklärt uns, dass sie im Urlaub ist und sich mit den Blaubeeren ein bisschen was dazu verdient. Wir naschen auch ein paar Beeren direkt vom Strauch, dann geht es weiter und raus aus dem Wald.

Zurück auf der Straße geht es etwas schneller voran. Leider müssen wir bis zum ersten Supermarkt in Roja erst einmal 27 km zurück legen. Das Stück durch den Wald waren ca. 6 km, bleiben noch 21. Auch heute bietet die Straße wenig Abwechslung und zu allem Überfluss haben wir Gegenwind.

Nach einer Pause am Supermarkt und einer Kaffeepause für eine saubere Toilette geht es auf der Straße weiter gegen den Wind. Bei ca. 50 km biegen wir von der Straße ab auf eine Schotterpiste.

Wir hatten gehofft hier einen schönen Pausenplatz zu finden, im Schatten mit Picknick-Bank. Den gab es leider nicht, und so haben wir unsere Mittagspause einfach im Wald auf unseren Picknick-Decken gemacht. Eigentlich war das sogar viel schöner und wir haben noch ein wenig ausgeruht und den Wolken beim verschwinden zugesehen.




Leider mussten wir irgendwann weiter und es ging zurück auf die Schotterstraße. Wir wurden von ein paar Autos überholt und sind dann jedesmal in einer Staubwolke verschwunden.

In Vidale, einem kleinen Ort nach ungefähr 10 km gab es zum Ausruhen ein Stück asphaltierte Straße und ein paar interessante Motive.


Nach dem Ort, der auf einer Anhöhe liegt , geht es kurz und knackig wieder runter und wir kommen an einer Kirche vorbei.


Eigentlich hatten wir vor auf dem Kempings Mežvēji zu übernachten. Von dem hatten auch die beiden Holländer geschwärmt, die wir am vorigen Abend kennen gelernt hatten. Der Weg zum Campingplatz geht genau wie heute morgen durch den Wald und wir sind froh als wir endlich ankommen.
Nur leider hat der Platz wegen einer privaten Veranstaltung geschlossen. Der Besitzer empfiehlt uns einen öffentlichen Campingplatz in nicht einmal 5 km Entfernung. Wir fragen noch nach Trinkwasser und bekommen unsere Flaschen und unseren 6 L Wassersack gefüllt. Mit dem Sack auf dem Rücken machen wir uns auf den Weg.

Wir finden einen schönen Platz für unser Zelt und auch wenn es statt warmer Dusche nur Katzenwäsche gibt, versöhnt uns dieser Ausblick.

