Tag 48 & 49 – Tromsø Tag #3 und Hurtigruten

Tromsø

Für heute stand ein Besuch des Polaria Museum & Aquarium auf dem Programm. Dann gehen uns aber die Ideen aus, was wir in Tromsø noch unternehmen können. Deshalb ist es ganz gut, dass es morgen mit den Hurtigruten weiter nach Honningsvåg geht.

Das Polaria ist eine Kombination aus Wissenschaftsausstellung und Aquarium. Die Ausstellung konzentriert sich – wie der Namzes vermuten lässt – auf die Polarregion. Es wird viel über die Flora und Fauna erklärt und welche Veränderungen der von Menschen verursachte Klimawandel darauf schon hat und evtl. noch haben wird. Die Polarregion ist die sich am schnellsten erwärmende Region der Erde. Dementsprechend können hier schon deutliche Veränderungen beobachtet werden.

Im Aquarium gibt es verschiedene Spezies aus der Polarregion zu bewundern. Verschiedene Pflanzen Fischarten und anderes Getier können bewundert werden. Aber der große Publikumsmagnet sind die Robben, die täglich dreimal gefüttert und trainiert werden. Es gibt zwei große Bartrobben, sowie Seehunde und Ringelrobben. Vor allem die Seehunde und Ringelrobben sind sehr gelehrig und verspielt.

Unter dem Becken der Robben gibt es eine Tunnel zum durchgehen. Die Robben schwimmen im Bassin immer hin und her und es ist gar nicht so einfach sie abzudichten.

Nach der zweiten Fütterung haben wir alles gesehen und müssen das gelernte erst einmal in der waagerechten verarbeiten. Vorher kaufen wir noch für die Schifffahrt am nächsten Tag ein.

Bevor wir uns ein Abendessen im Restaurant gönnen, packen wir unsere Taschen soweit möglich. Da wir am Montag nach der Ankunft in Honningsvåg gleich mit dem Rad weiter zum Campingplatz fahren, aber nicht über Nacht mit Radklamotten auf dem Schiff sein wollen, können wir die Taschen nicht wie sonst packen.

Nach der anstrengenden P(l)ackerei haben wir Hunger und suchen ein einigermaßen bezahlbares und trotzdem gut bewertetes Restaurant raus. Die Wahl ist auf die Pizzeria Casa Inferno gefallen, die auch unsere AirBnB Vermieterin empfohlen hat. In Norwegen kostet eine Pizza im Restaurant übrigens gerne einmal 30€ – da muss man sich erst einmal dran gewöhnen.

Hurtigruten

Die MS Nordlys kommt erst um 14:15 Uhr an. Wir haben also viel Zeit um ausgiebig zu Frühstücken und in aller Ruhe unsere Taschen fertig zu packen und wieder an unsere eingerosteten Räder zu schnallen. Um 12 Uhr verlassen wir die Unterkunft und gehen in eine Bäckerei für ein zweites Frühstück und einen leckeren Kaffee. Wie es immer so ist, will die Zeit einfach nicht vergehen. Da wir das Internet irgendwann leer gelesen haben, machen wir uns auf den Weg zur Dom-Kirche. Leider können wir die nicht besichtigen, da dort gerade Messe (?) ist. Jetzt wissen wir bald wirklich nicht mehr wie wir die Zeit weiter tot schlagen können. Zum Glück kommt eine junge Niederländerin, die sich Frühstück macht zu uns. Sie ist auch mit dem Rad unterwegs – allerdings heute „in Zivil“ unterwegs. Sie hat gesehen, dass wir auch Radreisende sind, hat sich zu uns gesetzt und wir tauschen uns über unsere Reise aus.

Dann ist es endlich Zeit zum Anleger zu fahren. Nur sind noch beide Schranken, die wir gestern erkundet hatten geschlossen. Dann müssen wir wohl oder übel durch das Terminal-Gebäude, Sabine nimmt den Aufzug, ich die Rolltreppe – gewagt mit dem voll bepackten Rad. Auf der anderen Seite müssen wir dann auch wieder runter. Dieses Mal nehmen wir beide den Aufzug. Es passt nur ein Rad in den Aufzug – macht nix, wir haben ja Zeit, bis das Schiff ablegt…

Wir lassen die Räder neben dem Aufzug stehen und gehen erst einmal an Bord um einzuchecken. Da wir vor ein paar Wochen schon mit der MS Nordlys gefahren sind, bekommen wir die Fahrradgebühr erlassen. Wir sind jetzt eingecheckt, unsere Räder noch nicht. Also nehmen wir unsere Bordkarten, checken wieder aus, weil wir ja das Schiff verlassen und bringen unsere Räder an Bord. Dieses Mal müssen wir sie selbst verzurren, das war beim letzten Mal anders. Aber so können wir beruhigt sein und wissen, dass die Räder sicher angebunden sind.

Wir checken wieder ein und gehen direkt auf Deck 7. Dort suchen wir uns zwei bequeme Sessel mit Aussicht. Da die meisten Kreuzfahrer:innen beim Landgang sind, ist das kein Problem. Hier werden wir die nächsten Stunden verbringen und die vorbeiziehende Landschaft bewundern, etwas lesen und versuchen noch mehr Zeit tot zu schlagen. Denn wir werden erst morgen früh um 11 Uhr in Honningsvåg ankommen.

Für Aufregung unter den Mitreisenden sorgt die Ankunft der königlichen Yacht „Norge“. Der norwegische König und seine Gemahlin mögen die Gegend um Tromsø wohl und verbringen hier viel Zeit.

MS Norge – königliche Yacht

Was wir nicht bedacht hatten, war, dass das Finale der Fußball WM der Herren ja an dem Abend ausgetragen wird. Dementsprechend gut besucht war die Bar auf Deck 7. Was wir nicht wissen konnten ist, dass eine Gruppe von Amerikanern:innen noch bis nach Abschluss ein Gesellschaftsspiel spielen werden. Woran ich nicht gedacht hatte, waren die Kompressions-Stulpen, falls mich mein RLS am schlafen hindert. Um es kurz zu machen: die Nacht war kurz und ich habe wenig bis (gefühlt) gar nicht geschlafen.

Wie sich das auf den kommenden Tag auswirken wird, das Lest ihr im nächsten Beitrag. Hier sind noch ein paar Bilder von der Fahrt.

Die Scheibe muss mal geputzt werden…
Frisch gefallener Schnee

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.