Tag 52 – Regentag Skarsvåg

Ihr habt euch sicher schon gefragt, wo die neuen Beiträge sind. Ja, ich bin ein paar Tage hinten dran, aber heute habe ich viel Zeit die Beiträge nachzuholen. Warum ich viel Zeit habe? Tja, da müsst ihr noch ein paar Beiträge abwarten, da kommt dann die Auflösung…


Ob es ein bisschen Wind hat?

Nach dem wir die letzten beiden Tage gutes Wetter hatten, ist für heute wieder Regen angesagt. Und tatsächlich hat es in der Nacht wieder angefangen zu regnen und zu stürmen. Wir hatten die Hütte ja für drei Nächte gebucht, damit wir die Chance haben bei gutem Wetter zum Nordkap fahren zu können. Da wir gleich am Ankunftstag Glück mit dem Wetter hatten, ist heute ein bisschen ein „verlorener“ Tag. Aber Radfahren wollten wir bei dem Regen auch nicht, und so nutzen wir den Tag zum Ausruhen.

Abends fahren wir dann doch noch einmal nach Skarsvåg. Bevor es auf dem Heimweg geht, möchte Sabine noch eine Königskrabbe essen. Wir haben Glück und es nieselt nur ganz leicht. In voller Regenmontur betreten wir das einzige geöffnete Restaurant und bekommen viele ungläubige Blicke.

Wir setzen uns an einen freien Tisch und bekommen die Karte mit dem Hinweis, dass es heute kein „Fish & Chips“ gibt und auch der „Catch of the day“ ist nicht verfügbar. Für ein Restaurant mit dem Werbeslogan „In Cod we trust“, ist das schon etwas komisch.

Die Bedienung trägt Teller mit Königskrabbe zu einem anderen Tisch. Es liegen drei Krabben-Arme auf dem Teller, dazu etwas Krautsalat – auf der Karte steht „Gemüse“ – und ein Klecks Kartoffelpüree. Sabine beschließt spontan ein anderes Gericht zu bestellen. Für 690 NOK haben wir mehr erwartet. Ich bestelle Lachs, Sabine „Rein & Chips“, dazu zwei Dosenbiere Alkoholfreie Radler. Auch ich bekomme zu meinem Lachs Krautsalat und einen Klecks Kartoffelpüree. Sabines Gericht wird in einer Kassenrolle serviert. Das Rentierfleisch war klein geschnetzelt und angebraten, dann mit Pommes vermengt und überbacken. Beide Gerichte keine große Küche…

Der Lachs

Als wir fertig sind und unsere Regenjacken von den Stühlen nehmen erleben wir eine sehr unangenehme Überraschung: die schwarzen Stühle haben auf die Jacken abgefärbt. Vor allem Sabines Jacke ist an der Mütze ganz schmutzig. Die Bedienung ist ganz betroffen und bemüht sich das Unglück in der Küche zu beseitigen, was ihr nur mäßig gelingt. Bei mir verstärkt sich das schlechte Gefühl, dass ich schon beim Anblick der Teller mit den Krabben hatte. Das Restaurant „Fish Harbour“ können wir absolut nicht empfehlen. In Summe zahlen wir am Ende für diesen Enttäuschenden Abend 1000 NOK – wahrlich kein Schnäppchen und für die Qualität definitiv auch für Norwegen zu teuer.

Für den nächsten Tag ist kein Regen vorhergesagt. Das ist auch gut so, denn morgen fahren wir mit dem Rad zurück nach Honningsvåg, mit dem Bus nach Olderfjord, und von dort mit dem Rad weiter nach Lakselv.

Nachtrag

Am nächsten Tag habe ich auf der Tour ein unangenehmes Bauchgefühl. Zum Glück schaffe ich es noch rechtzeitig auf eine Toilette, bevor sich mein Darm recht explosiv entleert. Ob das auch an dem Essen vom Vorabend lag, kann ich natürlich nicht sagen…

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