Tag 58 & 59 – Tallinn

Auf dem Weg nach Tallinn

Wir sind Mittags mit der Fähre aus Helsinki in Tallinn angekommen. Die Fähre war ziemlich voll und es hat eine Weile gedauert bis wir einen schönen Platz gefunden hatten. Aber die Überfahrt war ziemlich ruhig und die zweieinhalb Stunden erstaunlich schnell vorbei. Lag vielleicht auch an dem spannenden Buch, dass ich gelesen habe.

Im Hafen von Tallinn lag ein Schiff der AIDA Flotte. Da war uns schon klar, dass die Stadt voll sein wird – und so war es dann auch. Auf dem Marktplatz standen mindestens 20 AIDA Fahrräder und immer wieder zog eine Stadtführung mit Kreuzfahrern durch die zum Glück nicht allzu engen Gassen.

Ein AIDA Kreuzfahrt-Schiff
Erste Eindrücke der Altstadt
Sabine braut Zaubertrank

An Tag 2 haben wir auch eine Stadtführung mitgemacht. Diese hatten wir bei Get-Your-Guide als „Free-Walking“ Tour gebucht. Da wir wieder viel zu früh wach geworden waren, hatten wir noch Zeit ein bisschen durch die Gassen zu laufen und das eine oder andere Foto zu machen.

Tür am Rathaus
Die „Alte Hanse“ – leider mit Lieferwagen davor

Die Tour startet an der Tourist Information und unser Guide Kadri ist uns sofort sympathisch. Die Gruppe ist relativ groß, aber   sie spricht laut genug um imm alles gut zu verstehen. Zuerst geht es zum Unabhängigkeits-Denkmal, welches an die erste Unabhängigkeit von Estland 1918 erinnert.

Unabhängigkeits-Denkmal – sehr umstritten
Estland wurde 1918 zum ersten Mal unabhängig

Hinter dem Denkmal geht es weiter zu einer Russisch-Orthodoxen Kirche. Diese sollte eigentlich goldene Kuppeln haben. Der Goldbelag wurde aber von einem Sturm weg geweht und danach nicht wieder erneuert.

Russisch-Orthodoxe Kirche
Das Parlament von Estland ist hier untergebracht
Blick über die Stadt
Der Turm vom Rathaus
Thomas auf der Turmspitze

Zum Thomas, der Figur auf der Rathausturmspitze hatte Kadri noch eine schöne Geschichte. Thomas war ein Stadtwächter, der den Kindern in der Stadt immer Süßigkeiten zugesteckt hat. Als Thomas gestorben ist, haben die Kinder immer nach ihm gefragt. Die Rathsherren haben dann beschlossen die Figur auf die Turmspitze zu setzen. So konnten die Erwachsenen die Frage der Kinder beantworten mit: „da oben steht der Thomas und wacht über uns“.

Insgesamt hat uns Tallinn sehr gut gefallen. Die Altstadt ist wirklich etwas besonderes, viele Gebäude sind gut erhalten und es macht Spaß durch die Gassen zu schlendern. Mehr als zwei, maximal drei Tage würden wir in der Stadt aber nicht verbringen. Die Altstadt hat man schnell erkundet und ansonsten gibt es „nur“ noch zwei oder drei Museen.

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