Um 10:34 Uhr geht es heute endlich los. Etappe 3 von X. Der Gedanke, dass wir noch viele, viele Tage unterwegs sein werden will immer noch nicht in meinen Kopf…

Wir fahren erst einmal zum Bäcker – Proviant für das Mittagessen kaufen. Ein unglaublich leckeres Kaffeestückchen zum sofortigen Verzehr haben wir uns auch noch einpacken lassen. Sabine hat schon wieder Hunger, ich kann mir gar nicht vorstellen wieso…

Die Strecke führt zunächst auf einem perfekten Radweg neben der Straße, biegt dann aber Richtung Meer ab und verläuft dann hinter dem Deich. Mit leichtem Rückenwind und durch den Deich vor dem Wind vom Meer geschützt fahren wir auf einem perfekten Weg und kommen super voran. Nur die Weidegitter (die Dinger mit den Rollen, die im Boden eingelassen sind und wo die Schafe nicht drüber laufen) bremsen uns ab und zu.
Unsere 20 KM Pause machen wir auf einem kleinen Parkplatz am Meer. Das Wetter ist gut und es sind einige Wattwanderer unterwegs. Nur der Wind bläst ziemlich stark und ist einigermaßen kalt. Dann doch lieber wieder auf der anderen Seite des Deiches weiter in Richtung Mittagspause.

Für unser Mittagessen finden wir eine kleine Bank an einem Aufgang über den Deich. Die Sonne schafft es kaum durch die Wolken, wärmt uns aber trotzdem. Unsere mitgebrachten Sandwiches sind jetzt genau das richtige. Danach noch ein Stück Schokolade und es kann weiter gehen.
Wir nähern uns Esbjerg und es geht wieder auf dem Radweg an der Straße entlang. Und da der Schutz vom Deich fehlt, bläst auch der Wind viel stärker. Leider ab und zu auch von vorne. Sabine fehlen die Körner, ich glaube wir haben zu spät gegessen.

In Esbjerg suchen wir uns ein Kaffee für eine letzte kurze Pause vor dem Endspurt. Aber zuerst müssen wir uns noch aus der Stadt rauskämpfen. Zum Glück gibt es in Dänemark so tolle Radwege und vor allem so freundliche und rücksichtsvolle Autofahrer. Die Fahrer warten beim Rechtsabbiegen immer auf uns, und wir hatten noch keine doofe Situation.

Im letzten Ort vor unserem Shelter gehen wir für das Abendessen einkaufen. Ich sag es Mal so: Wer hungrig einkaufen geht, der kauft immer zu viel! Die letzten Kilometer bis zum geplanten Shelter schaffen wir auch noch und da noch keine anderen Radreisenden da sind , können wir uns den schönsten Shelter aussuchen. Wir richten uns ein, waschen uns mit unserem Wassersack und dann machen wir uns über unsere Einkäufe her…



