Tag 25 – Von IMI Stølen Camping nach Frilsjøen Camping

Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich auf einer Couch in einer warmen Hütte. Die Heizung steht auf 35 °C und trotzdem sitzen wir beide mit unserer warmen Schlafwäsche hier. Nein, wir haben kein Heimweh, sondern es war heute schlicht und einfach nur kalt.

Als wir heute morgen um 9:30 Uhr auf die Räder gestiegen sind war es noch frisch. Ich hatte keine Lust auf Beinlinge und hoffte auf etwas mehr Sonne und entsprechend höhere Temperaturen. Und nachdem wir vom Campingplatz aus den Weg zu unserer Route hoch geschoben hatten war mir sogar einigermaßen warm. Dann kamen einige Abfahrten und da mur mit Fahrtwind einfach nur kalt war, habe ich noch die Regenjacke angezogen. In der 20 km Pause haben wir uns erst einmal einen Tee gekocht. Ich habe die Beinlinge dann doch noch angezogen – frieren ist Doof. Da es heute wieder auf und ab ging, war es dann ganz ok. Bergauf warm – Bergab wieder kälter, aber aushaltbar.

Prinzipiell ging es heute nach unten. Auch wenn auf der Strecke ein paar böse Steigungen eingestreut waren. Die Landschaft erinnert an die vor dem Dovre Fjell, auch hier liegen ganz viele Höfe verstreut. Oft stehen Schafe einfach auf dem Weg oder am Rand. Es sind immer 2-3 Lämmer mit ihren Müttern. Die Lämmer schauen immer sehr neugierig wenn wir kommen, laufen dann aber doch weg, wenn wir näher kommen. Aufpassen müssen wir, wenn das  Mutterschaf und die Lämmer auf verschiedenen Seiten des Weges stehen, da die Lämmer immer zu ihrer Mutter laufen. Da will man nicht dazwischen fahren und umgerannt werden. Aber wir wurden ja gewarnt:

Auch die Kühe auf den Weiden schauen immer sehr interessiert, wenn wir vorbei fahren. Im Gegensatz zu den Schafen lassen sich die Kühe aber nicht von uns beim Widerkauen stören und bleiben einfach liegen. Und vielleicht ist es ja gar kein intéresser Blick, sonder eher ein: schon wieder so doofe Zweibeiner, die auf einem vollgepacktem Zweirad durch die Gegend fahren, haben die nix besseres zu tun wie z.B.  unseren Stall ausmisten?

Unser Highlight war heute ein kleines Pilgerkaffee bei Ry nach 52 km. Wir hatten zwar vor 10 km gerade Pause gemacht, aber einem Kaffee und einer Waffel mit Brunost konnten wir nicht widerstehen. Dabei haben wir uns nett mit Pilgerinnen unterhalten und darüber etwas die Zeit vergessen. Als die Wirtin die Pilgerinnen gefragt hat, ob Abendessen um 18:30 Uhr OK wäre, wären wir am liebsten da geblieben.

Nach der unverhofften Kaffee-Pause ging es weiter Auf und Ab und es wurde zunehmend windiger und kälter. Natürlich kam der Wind von vorne, so dass wir auch bei leichten Abfahrten treten mussten. Am Himmel sah man schon den Regen in einiger Entfernung runtergehen. Wir hatten aber Glück und sind bis zum geplanten Supermarkt gekommen ohne nass zu werden. Nach dem Einkaufen hat es dann doch angefangen leicht zu regnen, aber wir mussten weiter und bis zum Campingplatz auch noch einige Höhenmeter überwinden, also auf in den Kampf.

Lustige Figuren am Wegesrand

Wie jeden Tag sind die letzten 5 km die schwersten des Tages. Heute waren sie besonders schwer, weil quasi durchgängig mit 4-6% Bergauf. Unter der Regenjacke war alles Nass und verschwitzt und mit dem kalten Wind war es einfach nur unangenehm.

Wir waren beide froh, als wir endlich am Campingplatz angekommen sind. Es ist nur ein sehr kleiner, aber sehr schön gelegener Platz. Er liegt direkt an einem See und wird fast nur von Dauercampern genutzt. Dementsprechend gibt es nur eine Info Tafel mit Telefonnummer aber keine Rezeption. Ich wollte eine beheizte Hütte, also habe ich angerufen und wir haben auch noch eine kleine Hütte für uns bekommen. So schließt sich der Kreis zum Beginn dieses Beitrags. Inzwischen liege ich auf meinem Bett und gleich mache ich das Licht aus und schlafe.

One thought on “Tag 25 – Von IMI Stølen Camping nach Frilsjøen Camping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.