Tag 33 – Vega Base Camp – Pausentag #1

Der Morgen beginnt – Trommelwirbel auf dem Zeltdach – mit Regen. So lange wir im Zelt liegen können,  stört uns das nicht weiter. Es ist sogar irgendwie gemütlich. Aber irgendwann fordert die Natur ihren Tribut und ich muss raus und über die nasse Wiese auf die Toilette. Da die Sonne so nah am Polarkreis zur Zeit schon um kurz nach 2 Uhr aufgeht ist es eigentlich immer hell und es ist schwer abzuschätzen wie viel Uhr es gerade ist, wenn man nicht auf die Uhr schaut. Natürlich muss auch ich Nachts mal raus, kann danach aber wieder einschlafen. Als ich das nächste Mal wach werde bzw. von Sabine sanft geweckt werde, ist es 9:45 Uhr. Wow! So lange habe ich seit Wochen nicht mehr geschlafen.

Da schaut er aber müde aus…

Im Zelt folgen wir der üblichen Morgenroutine und packen alles in unsere Taschen, obwohl es heute ja nicht aufs Rad geht. Nein, wir dürfen später in eine von den kleinen Hütten umziehen, die oben auf dem Bild zu sehen sind. Sabine kann es kaum erwarten. Aber zuerst möchte sie einen Kaffee – mal wieder Frühstück im Zelt. Der Regen hört auf und wir können das Zelt abbauen, sehr zur Freude der kleinen Mücken, die jetzt auch ein Frühstück bekommen: uns. Während das Zelt an einer großen Wäschespinne trocknet, kümmern wir uns um die sichere Unterbringung der Räder. Einen speziellen Raum gibt es leider nicht, aber unter einer Überdachung unter der Holzreste gelagert werden gäbe es Platz, es müsste nur etwas aufgeräumt werden. Wir nehmen das schnell selbst in die Hand, räumen ein bisschen auf und schaffen so Platz für unsere Räder. Für die Räder des holländischen Paars, daß wir vor ein paar Tagen unterwegs getroffen hatten und welches wir dann auf dem letzten Campingplatz wieder getroffen haben (Jan und Marit) ist auch noch Platz. Sie haben nicht wie wir den direkten Weg nach Vega genommen und kommen daher einen Tag später hier an.

Das Zelt ist in der Zwischenzeit getrocknet und wir schaffen es alles zu verpacken bevor die nächsten Tropfen fallen. Inzwischen ist es fast 13 Uhr und wir dürfen in die Hütte einziehen. Unsere Taschen können wir nicht mit einem Mal tragen, also müssen wir zweimal die lange Treppe hoch. Beim Treppensteigen werden wohl ganz andere Muskeln benötigt wie beim Radfahren und das bekommen wir nun sehr deutlich zu spüren. Zum Glück gibt es oben bei den Hütten auch eine kleine Kaffeebar und eine WC-Hütte – die Treppe müssen wir also erst einmal nicht wieder runter.

Endlich in der Hütte

Die Hütte ist gerade groß genug für zwei Betten nebeneinander und etwas Platz davor und daneben. Unsere Taschen passen unter die Betten und so haben wir uns schnell eingerichtet. Jetzt wird erst einmal ausgeruht und die Qualität der Betten getestet… 💤

Am späten Nachmittag ist der Himmel ein wenig aufgerissen und es zieht uns nach draußen. Wir wollen die Vega Treppe hochsteigen. Vom Base Camp geht es ca. 15 Minuten über den Küstenweg bis wir den Einstieg erreichen.

Einstieg zur Vega Treppe

Von hier geht es erst einmal über „befestigte“ Wege und Treppen hoch zu einem kleinen Café.

Pausenplatz
Nichts für Arachnophobiker…
Noch ein Pausenplatz

Vom Café aus gibt es drei Möglichkeiten auf den Aussichtspunkt zu gelangen: einen schwierigen, „roten“ Klettersteig, einen leichteren, „grünen“ Klettersteig und die Treppe. Wir nehmen die Treppe…

Seht ihr die Treppe?
Ganz schön anstrengend
Kunst am Weg
Immer wieder Pausenplätze
Die Treppe von oben
Ein Teil des Klettersteigs
Angekommen!

Von oben hat man einen tollen Blick. Zum Glück spielt das Wetter einigermaßen mit, kurz schaut sogar die Sonne zwischen den Wolken hervor.

Zoom auf die Hütten
Ausblick von Oben
Es geht auch wieder runter…

Am Abend kochen wir vor der Hütte. Sabine probiert ein neues Camping-Gericht aus: Tikka-Masalla Gewürzmischung mit Kokosmilch, Zucchini und Tunfisch aus der Dose. Dazu gibt es Kochbeutel-Reis. Zuerst wird der Reis gekocht, dann legen wir den Beutel mit dem Reis zur Seite und kochen die Zucchini in der Kokosmilch mit der Gewürzmischung. Am Ende kommt der Reis wieder dazu und wird gut unter gerührt. Es schmeckt nicht schlecht, aber wir sind uns einig, dass wir das nächste Mal lieber Tomatensauce anstelle der Kokosmilch mit dem Tikka Gewürz nehmen.

Schreibt bitte einmal in die Kommentare, ob ihr das Video anschauen könnt…

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