Eine Nacht in einem Bett in einer warmen Unterkunft und eine warme Dusche hat soo gut getan. Wir werden wieder einmal vor dem Wecker um 7:00 Uhr wach und packen unsere Taschen. Heute erreichen wir einen neue Rekordzeit. Trotz Dusche und Kaffee sind wir um kurz nach 8 Uhr auf den Rädern. Die Bäckerei die wir für unser Frühstück raus gesucht hatten macht erst um 8:30 Uhr auf, ein paar Minuten müssen wir also noch auf den zweiten Kaffee und ein Hefegebäck warten – was sich aber gelohnt hat

Um kurz nach 9 Uhr sind wir an der Fähre. Ein paar Fußgänger sind schon da, aber wir sind die einzigen Radfahrer. Wir müssen uns registrieren weil die Fahrt so lange dauert. Falls die Fähre untergeht ist dann wenigstens bekannt, wer mit an Bord war. Vor den Autos, Caravans und Motorrädern dürfen wir an Bord gehen und können uns so einen Platz in der ersten Reihe sichern.


Die Überfahrt nach Moskenes dauert 3:45 h Stunden. Ganz schön viel Zeit, die tot zu schlagen ist. Zum Glück sind wir vorbereitet und haben uns Hörbücher bzw. Podcasts herunter geladen. Denn natürlich gibt es so weit draußen auf dem Meer kein 5G Netz. Ab und zu habe ich ein Foto gemacht:









Wir fahren von der Fähre runter und warten bis die Autos, Caravans, Busse und Motorräder alle weg sind, bevor wir uns auf unsere Strecke begeben. Wie schon auf den letzten Bildern zu sehen ist, haben wir heute Glück mit dem Wetter. Wenn wir Sonne abbekommen, dann ist es gleich schön warm. So kann ich bald zuerst die Regenjacke ausziehen und dann auch die warme Jacke gegen einen Windstopper tauschen (dank an dieser Stelle an meinen Nachbarn Markus).

Wir fahren weiter auf dem Eurovelo 1 bzw. der Nationalen Radroute 1. Andenes ist auf unserer Route auf dem Weg nach Tromsø. Leider führt diese zunächst auf der stark befahrenen E10. Die Autofahrer sind hier leider nicht mehr ganz so entspannt wie auf dem Festland. Vor allem die Touristen scheinen es immer eilig zu haben. Den Vogel hat heute ein Schweizer Wohnmobilist abgeschossen. Obwohl ich in einer Steigung vor einer absolut nicht einsehbaren Kurve schon in der Mitte der Straße gefahren bin, damit keiner auf die Idee kommt wieder einmal mit viel zu geringem Abstand zu Überholen, setzt er trotzdem zum Überholen an. Zum Glück habe ich das noch im Augenwinkel gesehen und konnte nach rechts ausweichen.






Zum Glück war die Strecke heute nur kurz. Da wir aber aufgrund der langen Fährfahrt relativ spät gestartet sind, kommen wir erst um 17 Uhr am Campingplatz an. Das Lofoten Beach Camp wird überall hoch gelobt und es mag für Surfer ein toller Spot sein. Ich finde es überlaufen und ein wenig überbewertet. Die Sanitäranlagen sind für einen so großen Campingplatz zu klein und die Kochmöglichkeiten für die Gäste mit Zelt haben wir schon deutlich schöner gehabt. Einzig die Sauna und die Bar sind hervor zu heben. Die Sauna, weil sie große Panoramafenster hat und die Bar, weil es Essen und Getränke zu fairen Preisen gibt und sie ganz gemütlich ist.
Hier noch ein paar Impressionen vom Tag…











Und jetzt liegen wir im Zelt und lassen uns vom Meeresrauschen in den Schlaf singen…
Schöne Fotos! 🤗