
Am nächsten Morgen verabschieden wir uns von den Störchen und verlassen diesen Campingplatz mit seinen unsäglichen Sanitäranlagen. Bei bestem Wetter geht es weiter durch das Hinterland von Lettland.

Zunächst fahren wir über ruhige und wenig befahrene Landstraßen…

Immer wieder sehen wir Störche, wie hier in dem Ort Korģenes mit seinem kleinen Supermarkt. Immerhin gibt es hier auf dem Land in den Dörfern noch Supermärkte! Die Preisschilder auf den Waren sind mit der Hand geschrieben – wo gibt es sowas noch in Deutschland…

Dann geht es aber weiter auf Schotterstraßen, die zum Glück fahrbar sind, so dass wir gut voran kommen.

Das liegt auch daran, dass Sabine inzwischen die Gravelbikerin in sich entdeckt hat…


Zwischendurch dürfen wir aber auch wieder auf asphaltierten Landstraßen fahren. Leider ist dann auch der Verkehr stärker und es gibt immer wieder Fahrzeuge die uns ohne Not und für unser Gefühl zu eng überholen. Aber es gibt auch viele Autofahrer, die an unübersichtlichen Stellen hinter uns warten und dann mit gutem Abstand an uns vorbei fahren.


Heute wechseln sich Asphalt und Schotter ab und bei der nächsten Abbiegung geht es dann bei immerhin wundervollem Wetter auf Schotter weiter.






Ich nutze ja Komoot zur Planung unserer Routen und es gibt zwei Nützliche Funktionen: die Heatmap, die anzeigt wie stark eine bestimmte Strecke befahren ist und die Trailview Funktion, für die Nutzer Bilder der Wege hochladen können. Manchmal gibt es auf der Karte aber Wege, ohne Trailview und mit nur einer ganz zarten Rosafärbung – dort sind also bisher nur wenige Komoot Nutzer entlang gefahren. Einen solchen Weg hatte ich als Ausweichstrecke und Abkürzung ausgewählt. Was soll ich sagen, nachdem der Weg zu Beginn „etwas schwierig“ war, wurde er später besser und sah dann so aus:

Nach der Abkürzung ging es zum Endspurt auf eine wenig befahrene, geteerte Landstraße. Sabine hat noch ein paar Reserven aktiviert und ich konnte sie in meinem Windschatten bei ~ 25 km/h mitziehen.
Kurz vor dem Erreichen des Campingplatzea haben wir dann noch die Hauptverkehrsachse zwischen Riga und Tallinn überqueren müssen. Morgen fahren wir aber wieder nicht über die Bundesstraße und dürfen daher ein paar mehr Kilometer als „nur“ 55 fahren.

die heben wir uns für morgen auf.

Der Campingplatz hat einigermaßen ordentliche Sanitäranlagen und wir finden einen schönen Platz unter Bäumen. Leider gibt es in der Nähe ein Sägewerk, welches scheinbar 24h in Betrieb ist. Der Lärm hört zwar irgendwann auf, dafür werden wir Nachts von einem durchdringenden Gestank geweckt. Morgen haben wir eine Unterkunft da können wir sicher gut schlafen 🥱