Heute ist der 1.7. und das heißt, wir sind jetzt seit einem Monat unterwegs. Dachte ich am Anfang, dass sich irgendwann ein anderes Gefühl einstellen würde, wenn wir länger als zwei bis drei Wochen unterwegs sind, bin ich inzwischen nicht mehr so sicher, ob sich noch etwas ändert. Es fühlt sich einfach immer noch wie Urlaub an, und es hat sich auch noch keine Routine eingestellt, weil jeder Tag doch ein bisschen anders ist.
Gestern Abend hatten wir mit Marc zusammen auf dem Campingplatz gekocht und gegessen. Heute Morgen haben wir dann auch beim Frühstück wieder zusammen gesessen. Marc wollte zwar die gleiche Strecke fahren wie wir, war aber noch nicht abfahrbereit als wir los wollten. So haben wir uns erst einmal von einander verabschiedet.
Für uns ging es natürlich wieder mit einem Anstieg los. Und da es kalt war, hatten wir auch beide wieder die Regenkleidung angezogen. Nach den ersten Anstiegen musste ich die Regenjacke aber wieder ausziehen, es wurde mir darunter zu warm. In der nächsten langen Abfahrt hat sich das dann gerächt. Der Regen, den wir schon haben aufziehen sehen hat mich erreicht. Gleich wurde es auch kälter. Naja, die nächste Steigung kommt bestimmt und dann wird es mir wieder wärmer – dachte ich mir zumindest. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Es gab immer mal wieder Schauer und wärmer wurde es deshalb auch nicht.
In der ersten Pause hat Marc uns eingeholt. Wir sitzen zusammen im Aufenthaltsbereich des COOP und trinken einen schönen, warmen Tee. Einen Aufenthaltsbereich gibt es in Norwegen in fast jedem Supermarkt. Für uns Radreisende und Bikepacker ist das sehr praktisch. Marc beschließt sich uns für den Rest des Tages anzuschließen und so geht es zu dritt weiter durch den Regen auf und ab immer mehr oder weniger an der Küste entlang. Kurz bevor wir aufbrechen kommt noch ein Paar aus Frankreich dazu. Aber wir wollen weiter und sagen nur „Hello and Goodbye“. Am nächsten Supermarkt treffen wir die beiden wieder und auch auf dem Campingplatz sind sie schon, als wir ankommen.
Die Strecke hat es in sich, aber dafür ist die Landschaft heute zum Teil atemberaubend. Aber seht selbst:















Am Ende unserer Strecke steht heute eine Fährfahrt. Kurz bevor wir die Fähre erreichen, reißt der Himmel auf, und mit der Fähre fahren wir dann in schöneres Wetter.






Der Campingplatz liegt direkt neben dem Fähranleger, jetzt müssen wir nur noch einchecken und sind in unserem zu Hause für eine Nacht. Ebenfalls direkt am Anleger gibt es ein Restaurant, dort haben wir uns heute ein Abendessen gegönnt. Es gab leckeren Fisch. Danach haben wir uns noch ein wenig die Beine vertreten.




Super Landschaft, ich schicke euch unseren Sonnenschein 😊☀️☀️☀️ liebe Grüße Jutta
Gestern haben wir beim Eis essen auf unserer Terrasse an euch gedacht.
Für heute hat die Sonne gereicht, aber gerade regnet es schon wieder…