Auch am heutigen Tag starten wir wieder im Regen. Wir haben gleich alle unsere Regenkleidung angezogen, von oben nach unten: Helmcover, Regenjacke, Beinlinge, Regenüberschuhe. Jetzt sind wir auf der Straße auch wieder gut zu sehen. In den letzten Tagen habe ich viele andere Bikepacker und Radreisende gesehen, die ganz in Schwarz, ohne Warnweste oder mindestens Reflektorstreifen und auch ohne Licht gefahren sind. Und das wo der Eurovelo 1 doch hauptsächlich auf öffentlichen Straßen verläuft. Naja, das Mendelt sich aus…

Umfahrung des Tunnels




Nach der sehr anstrengenden Tour gestern hatten en wir uns ja noch einmal zusammen gesetzt und eine neue Route ausgetüftelt. Soviel hatte ich ja im Beitrag gestern schon verraten. Auf dem Eurovelo 1 hätten wir auch heute wieder fast 90 km bis zum nächsten Campingplatz zurück legen müssen und dabei wären über 1000 HM zu überwinden gewesen. Das wollten wir uns nicht zumuten, schließlich sind wir ja auch nicht mehr die Jüngsten. Sabine hatte eine Schnellboot-Verbindung von Namsos nach Abelvær gefunden und ich habe die Route mit Komoot entsprechend umgeplant. Wir fahren also zur Abwechslung Mal mit dem Schiff und nicht mit dem Zug. Die Bootsfahrt dauert etwas über eine Stunde, das Schiff legt dabei ca. 46 km zurück und erspart uns ungefähr 500 Höhenmeter und einige Kilometer. Genau kann ich das nicht sagen, dafür müsste ich die alte Routenplanung daneben legen. Auf jeden Fall haben wir mit der anstrengenden Tour gestern und der Fährfahrt heute einen ganzen Tag „gewonnen“. Den können wir nun entweder auf Vega oder auf den Lofoten verbringen.




Die Fahrt nach Namsos morgens haben wir relativ schnell hinter uns gebracht, trotz des Regens. Dann waren wir noch einkaufen und hätten dabei fast die Zeit verbummelt. Das wäre ärgerlich gewesen, denn die Fähre geht nur zweimal am Tag, einmal um 12:10 und dann erst wieder um 16:10. Als wir die in Abelvær ankommen weht zwar ein kalter Wind, aber die Sonne scheint und dort wo es Windstill ist, wärmt sie auch schon ordentlich. Die Strecke ist wunderschön, Sabine ist ganz begeistert. Hier sind ein paar Impressionen von der Strecke.





Die Strecke von Abelvær zum Campingplatz legen wir nicht ganz so schnell zurück. Trotzdem sind wir schon um 16 Uhr am Campingplatz. Dort haben wir Mark, einen anderen deutschen Bikepacker getroffen. Mark möchte noch bis zu den Lofoten fahren, dann Richtig Schweden abbiegen und mit dem Zug zurück fahren. Er wollte ein paar Klamotten waschen, hatte aber kein Waschpulver. Wir konnten ihm aushelfen und haben gleich ein paar von unseren Sachen mit in die Waschmaschine geworfen. Da Mark zu viele Nudeln eingekauft hatte und keinen Platz hat die Reste zu transportieren, haben wir diese zusammen gekocht, gegessen und uns dann noch lange sehr nett unterhalten.

Durch die Fährfahrt ist die Strecke heute zwar 106 km lang, davon sind wir aber „nur“ ca. 60 km gefahren 😉
Danke, dass du beim Windpark an mich gedacht hast. Da sehe ich auch großzügig darüber hinweg, dass du meinen Namen falsch geschrieben hast. 😉
Ich habe es natürlich sofort korrigiert!
Vielen Dank! 🤩