„I’m signing in the rain…“, oder besser: „I’m cycling in the rain…“ – das war das Motto des Tages heute. Aber der Reihe nach. Um 4:15 Uhr sah es noch so aus:

Sabine hat mich um kurz nach 7 Uhr geweckt, losgefahren sind wir um 9:32 Uhr in voller Regenmontur. Dazwischen die üblichen Morgenroutine: Anziehen, Klamotten einpacken, Zelt abbauen, Frühstücken. Der Zeltplatz war zwar einfach, aber es gab alles was wir brauchen: eine Dusche, eine kleine Küche mit einem Tisch und 4 Stühlen. Außer uns war noch ein Radreise-Paar mit Zelt da und so haben die 4 Stühle genau gereicht um gemeinsam zu frühstücken.

Heute ging es direkt wieder mit einer Steigung los. Zunächst mussten wir hoch zu einer langen Brücke über den Skarnsund.





Zum Glück gibt es an der Seite einen Radweg. Der hört aber direkt nach der Brücke auf und dann geht es weiter nach oben. Die Strecke führt uns zunächst über Inderøya. Bei Straumen geht es wieder runter an den Fjord, nur um danach gleich wieder zurück ins Inland zu führen.


Auf den Bildern sieht man es nicht so gut, aber es hat immer mal wieder geregnet, bevorzugt dann, wenn wir uns Mal wieder eine Steigung hochgekämpft haben. Kurz vor Steinkjer kommen wir an den Beitstadfjord.


Ca. 20 Kilometer vor unserem Tagesziel machen wir noch eine kurze Kaffeepause. Die brauchen wir auch, die bisherigen ca. 72 km hatten es in sich und haben uns viel abverlangt. Mehr oder weniger mitten im Nirgendwo gibt es einen kleinen Supermarkt mit Restaurant und Café.

Gestärkt und bei besser werdendem Wetter nehmen wir die letzten Steigungen des Tages in Angriff. Tatsächlich bekommen wir heute doch noch die Sonne zu sehen.


Wir hatten von unterwegs telefonisch eine Hütte reserviert, nach dem Regentag wollten wir nicht in einem nassen Zelt schlafen. In der Hütte ist es kuschelig warm, so dass auch alle unsere nassen Sachen trocknen können. Auch das Zelt haben wir ausgepackt und zum trocknen ausgelegt. Außerdem gibt es eine Kochplatte auf der Sabine – Mal wieder – ein leckeres Nudelgericht gezaubert hat. Nicht nur unsere Hütte ist durchdacht, nein der Campingplatz ist insgesamt einer der Besten auf unserer Reise bisher.

Damit wir morgen nicht noch so eine anspruchsvolle Strecke fahren müssen, haben wir beim Abendessen umgeplant. Wir werden den Eurovelo 1 kurz verlassen – so viel sei schon verraten. Seid gespannt, was wir ausgetüftelt haben…
Und der Supermarkt hat eine Klimaanlage aka Wärmepumpe 🙂
Wollt ihr ein Stück mit der Bahn fahren?
Ja, eine Wärmepumpe hat hier so gut wie jedes Haus. Du kämst mit dem Fotografieren gar nicht mehr hinterher 😂