Tag 54 – Von Lakselv nach Karasjok

Natürlich hat es in der Nacht wieder angefangen zu regnen und die Aussichten für den Tag sind ebenfalls bescheiden. Beim Frühstück beschließen wir den Bus nach Karasjok zu nehmen, auch wenn der erst um 15:00 Uhr fährt und wir uns die Zeit bis dahin auf dem Campingplatz vertreiben müssen.

Wir haben es also nicht eilig und können warten, bis das Zelt abgetrocknet ist. Denn inzwischen hat es tatsächlich aufgehört zu regnen und die Sonne hat sich kurz gezeigt. Trotzdem stehen die Räder um 10 Uhr fertig gepackt vor der Küche. Das kommt davon, wenn man immer um 7 Uhr wach wird…

Eine Radreisende aus Deutschland hat es offensichtlich auch nicht eilig. Sie versucht Öl von einer Glasflasche in eine Aluflasche um zu füllen. Da die Aluflasche einen doofen Verschluss hat geht das nur seeeeehr langsam. Als sie endlich aufbrechen möchte, stellt sie fest, dass sie einen Platten hat. Schön für mich, dann habe ich einen Zeitvertreib, schlecht für sie, denn der Schlauch hat ein Großes Loch und auch der Mantel ist an einer Seite eingerissen. Ich ziehe ihr so gut es geht einen neuen Schlauch ein. Der Mantel wird behelfsmässig mit Panzerband geflickt. So kann sie zum Radladen fahren und einen neuen Mantel besorgen. Tatsächlich sind wir noch da, als sie mit repariertem Rad wieder zurück kommt.

Um kurz nach 14:00 Uhr machen wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle. Sabine ist ein wenig nervös, ob der Bus uns mitnimmt. Ich versuche mich nicht anstecken zu lassen. Es hat gestern gut geklappt, es wird auch heute keine Probleme geben. Der Bus kommt pünktlich und hält auf unser Zeichen. Der  Busfahrer bedeutet uns, wir sollen zur Tankstelle in 100m fahren. Wir fahren rüber und laden die Räder ein. 5 Minuten später sind wir auf dem Weg nach Karasjok…

Snelandia hat schöne Busse

In Karasjok geht es auch erst einmal in den Supermarkt. Wir wissen inzwischen, dass es auf den Campingplätzen meist eine gut ausgestattete Küche gibt und kaufen eine Schale mit Lachs für den Backofen. Dazu kleine Möhrchen und Brokkolini. Für das Frühstück am nächsten Morgen nehmen wir uns 6 Eier mit. Zwei davon werden gekocht und aus vier Eiern wollen wir uns eine Eierspeise machen.

Die Hütte ist einfach, hat dafür aber auch nur 650 NOK für die Nacht gekostet. Allerdings ohne Bettwäsche und Handtücher. Aber wir haben ja einen Schlafsack und Handtücher dabei. Dafür sind die Duschen neu renoviert und die Küche ist zwar klein, hat aber sogar zwei Herde mit Backofen. Der Lachs schmeckt hervorragend mit der selbst gekauften Sauce Bernaise und auch das Gemüse hat Sabine perfekt gegart. Während des Essens besprechen wir wie es jetzt weiter geht mit der Reise. Aber dazu mehr im nächsten Beitrag!

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