Tag 41 – Von Kabelvag nach LoVe Camping

Endlich ein Morgen an dem die Sonne scheint und es nicht regnet. Die Straße vor unserem AirBnB ist noch feucht als wir aufstehen, wird aber bis zu unserer Abfahrt getrocknet sein. Zuerst müssen wir ja unseren gesamten Kram den wir im Haus zum trocknen verteilt hatten wieder einsammeln. Das Zelt und auch das Footprint sind komplett trocken. Auch alle unsere Klamotten und sogar die Schuhe sind trocken. OK, die Schuhe stinken immer noch, aber das wird wohl nicht mehr weggehen…

Wir frühstücken zusammen mit den Franzosen. Auch die beiden sind froh, dass alles wieder trocken ist und das Wetter heute den Tag über besser sein soll. Von den Eigentümern des Hauses ist nichts zu sehen und nichts zu hören. Wir fragen uns wo sie wohl geschlafen haben. Später sehen wir, dass sie wohl in ihrem Van übernachtet haben. Dann haben sie sich die Kasse mit der Vermietung über AirBnB ein bisschen aufgebessert – soll uns Recht sein!

Nach dem Frühstück kommen alle Taschen wieder an die Räder und es geht gemeinsam los. Bald sind uns die beiden Franzosen aber wieder davon gefahren. Sabine kommt einfach die Anstiege nicht so schnell hoch und kann bei den Abfahrten auch nicht aufholen.

Porte de Plaisance von Svolvaer

In Svolvaer haben wir vor ein paar Jahren Pia und Iver kennen gelernt. Wir wohnten im gleichen Rorbur und sie hatten uns damals auf eine legendäre Bootstour eingeladen. Dieses Jahr haben wir sie in Oslo besucht und durften uns drei Tage bei ihnen ausruhen. Das Rorbur scheint es noch zu geben – zumindest haben wir das Gebäude wieder gefunden.

Auch wenn das Wetter heute im Vergleich zu den letzten Tagen gut ist, wir müssen leider erst einmal weiter auf der E10 fahren. Zum Glück ist heute Samstag und es ist vergleichsweise wenig Verkehr. Den Touristen in ihren Caravans und Mietwagen ist der Wochentag leider egal und so muss ich auch heute wieder ein paar Wüste Beschimpfungen loswerden.

Nachdem wir von der E10 abgebogen sind wird es deutlich ruhiger. Die Straße ist zwar jetzt schmaler, aber fast alle Autos Überholen langsam und mit ausreichend Abstand. Es scheinen hier hauptsächlich Norweger unterwegs zu sein. Die Landschaft ist auf jeden Fall wieder atemberaubend. Und bei Licht – bzw. Sonne betrachtet ist alles noch schöner.

Pause machen wir an diesem Fahrrad Shelter. Übernachten soll man da nicht, obwohl ich es mir gut vorstellen könnte. Im oberen Teil ist es angenehm aufgewärmt durch die Sonne. Wir kochen uns trotzdem einen Tee und machen uns lecker belegte Brote. Der Ausblick auf das Meer ist super schön, und am liebsten würden wir hier bleiben, aber wir haben noch eine Fähre zu bekommen…

Wir schaffen die Fähre locker und treffen dort ein paar andere Radreisende. Einige davon hatten uns auf dem Weg überholt. Tja, die Fähre egalisiert alle wieder…

Wir unterhalten uns mit einer deutschen Studentin, die in Tromsø studiert. Es gefällt ihr sehr gut, aber die Winter wären schon gewöhnungsbedürftig. Außerdem ist da noch ein paar aus Italien. Sie überlegen ob es nicht eine Möglichkeit gibt abzukürzen. Ich erkläre ihnen, dass es dir Möglichkeit gibt mit den Hurtigruten direkt von Tromsø nach Honningsvåg zu fahren. Es gibt neben den „Kreuzfahrten“ von Bergen nach Kirkenes immer auch die Möglichkeit von Hafen zu Hafen zu fahren. Das ist quasi der Ursprung der Hurtigruten Linie und wir haben das ja von Nesna nach Bodø auch gemacht.

Nach der Fähre haben wir uns für den kurzen Weg entschieden. Auf dem längeren Weg hätten wir ca. 45 Minuten länger gebraucht und es war ja schon spät, als wir mit der Fähre angelandet sind. Um ca. 19 Uhr waren wir dann am Campingplatz, Vater und Tochter aus Frankreich hatten ihr Zelt schon aufgestellt. Wir stellen unser Zelt daneben und gehen erst einmal duschen. Danach Abendessen und ab ins Bett…

2 thoughts on “Tag 41 – Von Kabelvag nach LoVe Camping

    1. Es ist nicht so, dass wir die noch nicht an hatten in den letzten 41 Tagen. Aber zuletzt mussten die Beinlinge dazu, es ist hier einfach zu kalt…
      Der Golfstrom hat wohl doch schon nachgelassen…

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