Tag 45 – Von Senjahopen nach Lysnes und weiter nach Tromsø

Natürlich regnet es auch heute morgen wieder bei 8°C. Und es ist wieder dieser gemeine Nieselregen, der sich durch jede Ritze mogelt.

Gästehaus in Senjahopen

Die Strecke bis nach Lysnes ist nur ca. 30 km lang. Daher lassen wir uns heute morgen etwas mehr Zeit und nutzen die Unterkunft um in Ruhe zu Frühstücken. Wir waren zwar nicht so klever wie die Franzosen uns Eier zu kaufen um uns Rührei oder Spiegelei zu machen, aber immerhin hatten wir frische Himbeeren zu unserem üblichen Just-add-Water-Fertig-Frühstücks-Haferbrei.

Wahoo verrät mir, dass ich die Fahrt um 10:48 Uhr gestartet habe. Um 11:04 Uhr ist das folgende Foto von einem fest installierten Grill auf einem Parkplatz entstanden. Zu dem Zeitpunkt war ich schon wieder fertig mit dem Wetter. Die Brille voller Wassertropfen, die Füße kalt und vielleicht sogar schon wieder nass, obwohl wir natürlich unsere Fußlinge an halten.

Ein Fest installierter Grill

Aber es hilft ja nichts, also wird weiter gestrampelt und die Schönheit der Natur auf Senja bewundert.

Heute haben wir 5 Tunnel auf unserer Route. Alle Tunnel sind grün klassifiziert. Alle haben eine Fahrrad Warnanlage um motorisierte Fahrzeuge zu warnen, dass Radfahrer im Tunnel unterwegs sind. Die Norweger fahren dann immer noch vorsichtiger als sowieso schon. Nur die Touristen haben es scheinbar noch nicht kapiert. Wahrscheinlich sind sie selbst noch nie in einem engen, schlecht beleuchtetem Tunnel von einem Doppelachser-Caravan in gefühlt 50 cm Abstand überholt worden…

Überall auf der Strecke gibt es Wasserfälle. Kein Wunder, regnet es doch mit wenigen Unterbrechungen seit Wochen.

Einen schönen Berg haben wir auch wieder auf dem Programm. Innerhalb von 3 km geht es von 30 auf 130 M.ü.n.N. hoch. Die Steigung beträgt laut Wahoo zeitweise 10%, aber ich schaffe es mit einer kurzen Pause bis nach oben und erfreue mich dann am Weitblick, den ich hier genießen kann.

Nach der Abfahrt kommt dann das schon bekannte auf und ab mit ein paar weiteren fiesen Gegenanstiegen.

Um kurz nach 13 Uhr kommen wir am Fährhafen an. Dort gibt es einen kleinen Laden mit einer sehr gemütlichen Kaffee-Ecke in der wir uns häuslich Einrichten. Immerhin müssen wir jetzt bis 17:25 Uhr warten. Erst dann geht die Schnell-Fähre nach Tromsø. Wie immer dauert die letzte Viertelstunde am längsten.

Kurz nach uns kommen Zoé und ihr Vater Denis auch an. Und nach und nach kommen immer mehr Radfahrer dazu. Wird das Hurtigbåt uns alle mitnehmen können? Sabine wird immer nervöser, je näher die Abfahrtszeit rückt. Sie hat sich aber ganz umsonst Sorgen gemacht. Alle Räder können sogar unten verladen werden. Jetzt dauert es nur noch knapp eine Stunde und wir sind in Tromsø.

Pünktlich erreichen wir Tromsø und werden mit Regen begrüßt. Unsere Unterkunft liegt natürlich auf dem Berg – dann lohnt sich die Dusche nachher wenigstens…

Tromsø

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